Elisabeth Harnik, geboren am 2. August 1970 in Graz, erhielt mit fünf Jahren ersten Musikunterricht und begann zehnjährig mit dem Klavierspiel. Sie studierte 1989–96 klassisches Klavier bei Hertha Weber-Kern an der damaligen Musikhochschule (heute: Kunstuniversität) Graz. In dieser Zeit beschäftigte sie sich auch mit Jazzgesang (bei Ines Reiger, Sheila Jordan und Jay Clayton) und arbeitete mit dem US-amerikanischen Pianisten, Sänger, Leiter der »Swingle Singers«, Arrangeur und Filmmusikkomponisten Ward Swingle zusammen. Ab den 1990er-Jahren erfolgte ihre Hinwendung zu Improvisation und Komposition. 1996–2000 entstanden erste Kompositionen für diverse Ensembles, in denen sie sowohl als Pianistin als auch als Sängerin tätig war. Angeregt durch einen Workshop bei Pauline Oliveros folgte 2000–06 ein Kompositionsstudium bei Beat Furrer an der Kunstuniversität Graz. 2016 erwarb sie das Deep Listening Zertifikat unter der Leitung von Pauline Oliveros am Center for Deep Listening at Rensselaer in Troy, New York.
Parallel zu ihrer kompositorischen Arbeit ist sie seit 1996 als Improvisationsmusikerin aktiv. Ihre Lehrtätigkeit führte sie 2011 an die Kunstuniversität Graz mit dem für alle Studienrichtungen offenen Fach »Aufführungspraxis in Improvisation«. 2024/25 war sie Gastlektorin an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien.
Als Solistin und Mitglied internationaler Improvisationsformationen war sie bei zahlreichen Festivals vertreten, u.a. ...